Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Geldschöpfung

Geldschöpfung in öffentlicher Hand - Monetäre Modernisierung

Weg zu einer gerechten Geldordnung im Informationszeitalter

Wer die anderen Rubriken dieser Site gelesen hat, wird erschrocken festgestellt haben, mit was für einem mangelhaften Geldsystem wir ausgestattet sind. Er wird annehmen, dass das wohl so sein muss, denn es war ja schon immer so (seit 500 Jahren!).

Das trifft aber bei weitem nicht zu. Die Änderung am Geldsystem wäre verblüffend einfach zu bewerkstelligen.

Prof. Dr. Joseph Huber und James Robertson zeigen in ihrem Buch "Geldschöpfung in öffentlicher Hand" wie dies gehen könnte.

Im neusten Buch von Prof. Dr. Joseph Huber wird der Mechanismus der Geldschöpfung und der Vollgeldreform noch detaillierter beschrieben: Monetäre Modernisierung.

Zitate aus den Büchern und aus der Broschüre "Reform der Geldschöpfung durch Übergang vom Giralgeld zu Vollgeld":

Vollgeldreform

Das Prinzip der Reform ist einfach. Sie besteht aus zwei Teilen:

  1. Die Zentralbanken schöpfen den Betrag an neuem Geld, der nach ihrer Einschätzung zur Erhöhung der Geldmenge notwendig ist. Dieser Betrag besteht sowohl aus Bargeld als auch aus unbarem Geld. Er wird den Regierungen als Staatseinnahme zur Verfügung gestellt. Man nennt diesen Geldschöpfungsgewinn zugunsten der öffentlichen Hand "Seigniorage". Die Regierungen bringen das neue Geld durch öffentliche Ausgaben in Umlauf.
  2. Es wird nicht mehr möglich sein, dass neues Geld als gesetzliches Zahlungsmittel an anderer Stelle geschöpft wird. Den Geschäftsbanken wird die Möglichkeit entzogen, per Kreditvergabe neues unbares Geld zu schöpfen, so wie sie das heute praktizieren. Ihre Rolle bei der Kreditvergabe wird auf die Vermittlung von Darlehen auf der Grundlage von bereits vorhandenem Geld beschränkt.

Die Wirkung der Vollgeldreform

Vollgeld ist sowohl Bargeld als auch unbares Geld auf laufenden Konten. Nach der Vollgeldreform definiert die Vollgeldmenge M die Geldmenge genauer, als jeder heute verwendete Geldmengenbegriff. Durch die Vollgeldreform wird das Geld den neuen Bedingungen des Informatikzeitalters angepasst und das Vorrecht des Staates zur Emission von gesetzlichen Zahlungsmitteln wiederhergestellt. Der dadurch verfügbare Geldschöpfungsgewinn (Seigniorage) wird als öffentliche Einnahme verbucht. Seigniorage entstand historisch, wenn die Obrigkeit Münzen prägte und in Umlauf brachte. Heute jedoch wird 95% des neu geschöpften Geldes nicht mehr in Form von staatlichem Bargeld (Münzen und Banknoten), sondern von den Geschäftsbanken emittiert. Deshalb geht der öffentlichen Hand eine grosse Einnahmequelle verloren. Bezogen auf den Euroraum würden die zusätzlichen Einnahmen der öffentlichen Hand aus der Geldschöpfung bei etwa 400 Milliarden Euro pro Jahr liegen, bezogen auf Deutschland bei etwa 80 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Vollgeldreform hat die folgenden Vorteile:

  • mehr Fairness und Gerechtigkeit
  • weniger inflationäre Tendenzen in der Wirtschaft
  • grössere wirtschaftliche Stabilität durch Abflachung von Boom- und Rezessionsphasen im Konjunkturzyklus
  • unbedingte Sicherheit des Geldes und höhere Stabilität von Banken
  • Vermeidung von Verzerrungen, welche dadurch erzeugt werden, dass 95% des geschöpften Geldes nach den Prioritäten der Banken und ihrer Kunden investiert und ausgegeben werden.
  • Abminderung von finanziellen Sachzwängen infolge der Schöpfung von neuem Geld als zins- und tilgungspflichtige Schuld
  • ein Geld- und Bankensystem, das transparent ist und sowohl von der Öffentlichkeit als auch von der Politik verstanden wird

Monetative

Nun ist es so weit. Ein neu gegründeter Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) will die öffentliche Debatte über ein nachhaltiges Geld- und Bankensystem starten. Das Ziel ist eine Schweizer Verfassungsinitiative!

Detaillierte Informationen findet man auf der Homepage des Vereins: www.monetative.ch.

 

 

 

Artikelaktionen