Auswirkungen
Die industrielle Revolution führte zu Fabriken, in denen die Menschen am Fliessband langweiligste Arbeiten ausführen mussten. Maschinen ersetzten sie im Laufe des letzten Jahrhunderts. Roboter werden uns noch in diesem Jahrhundert alle Arbeiten im klassischen Sinne abnehmen.
Entwicklung
Die industrielle Entwicklung läuft mehr oder weniger immer nach dem gleichen Schema ab: Zuerst werden billige Arbeitskräfte unter misslichen Umständen zur Produktion eingestellt. Trotz geringen Löhnen bildet sich mit der Zeit in der industriellen Gesellschaft ein gewisser Wohlstand, die Menschen fordern bessere Arbeitsbedingungen und vor allem besseren Lohn. Die Produktionskosten erhöhen sich, mit Maschinen werden die automatisierbaren Arbeiten erledigt.
Die Menschen verlagern ihre Tätigkeiten zu qualitativ hochwertigen Arbeiten oder in den Dienstleistungssektor.
Unternehmen verlagern ihre Produktion teils in Länder, welche aus irgendwelchen Gründen zurückgeblieben sind und immer noch billige Produktionskosten bieten. Das ist an sich nicht verwerflich, denn dort wird sich dieselbe Entwicklung vollziehen:
- Von Europa ging die Produktion nach Japan
- Von dort nach Hong Kong und Korea
- Von Hong Kong nach China, von Südkorea nach Nordkorea
Änhnlich Beispiele sind viele zu finden, im Namen der Globalisierung verteilt sich die Produktion über die ganze Welt. Irgendwann werden sich die letzten Billiglohnländer entwickelt haben. So ist heute das Leben in Japan und Hong Kong gar teurer als in Europa, die dortigen Menschen brauchen entsprechende Einkommen, um die Lebenshaltungskosten begleichen zu können.
Künftige Entwicklung
Die Industrielle Entwicklung setzte irgendwann um 1850 ein. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass diese bereits zu Ende sein soll. Die Technologie wird sich, wie im übergeordneten Kapitel gezeigt, schnell weiter entwickeln. Die Menschen müssen nicht mehr körperlich arbeiten. Intellektuelle Tätigkeiten und Genuss der Freizeit wird normal werden. Arbeit im klassischen Sinn gibt es nicht mehr.
Keine Arbeit mehr - Systeme kollabieren
Wenn es keine Arbeit mehr gibt, werden auch die Abgaben darauf entfallen. In der Schweiz sind dies z.B. die Abgaben für AHV/IV (Alters- und Hinterbliebenen Versicherung, Invalidenversicherung), die Unfallversicherungen, die Pensionskassen. Diese Systeme wurden im Denkmodell der Vollbeschäftigung geschaffen. Jeder Mensch soll und muss arbeiten, um die Gesellschaft vorwärts zu bringen. Und nur dann hat er die entsprechenden Anrechte.
All das wird schon sehr bald kollabieren. Bei der AHV wird das bereits innert den nächsten 10 Jahren geschehen. Waren es 1950 noch 6 arbeitende Personen pro Rentner, so werden es bald noch 2.5 arbeitende Personen sein, die einen Rentner unterhalten, was zu unerträglich hohen Abgaben führen wird. Das ist allgemein bekannt, die Rezepte, dem entgegen zu wirken sind untauglich, weil sie Flickwerk sind und nicht die Ursache bekämpfen.
Rezepte
Es sind dringlich Rezepte gefragt, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Wenn man die Ursache erkennt, wird klar, wohin es gehen muss:
- Weg von der Besteuerung (Belastung durch Lohnprozente) der Arbeit
- Stattdessen soll Konsum (Mehrwertsteuer) oder Energie besteuert werden
Es hat nicht genügend Arbeit. Die Prognosen sagen sogar in der verwöhnten Schweiz eine Arbeitslosenrate von 5 % voraus, in Europa werden bald Arbeitslosenraten von über 10 % Normalität sein. Da kann es auch nicht sein, dass das Einkommen nur aus Lohn für Arbeit oder Profit aus Kapital (Zinsen oder Gewinne durch Investitionen) bestehen kann.
Es gibt eine Lösung dieses Problems: Das bedingungslose Grundeinkommen. Jeder Mensch hat allein durch seine Existenz ein Recht auf ein Einkommen, das ein einfaches Leben ermöglicht.

